Angelika Siwkowski, EMail: ansi49@hotmail.de
Cordula Langkamp, Mobil: 0177 4094646
Gerhard Bendfeld: EMail: Gerhard.Bendfeld@osnanet.de
Kerstin Wickel, EMail: kontakt@puppen-zwilling.de
Edith Dirks, EMail: edithdirks@web.de
Maria Breer-Dühnen, EMail: maria@atelier-hestia.de
Rainer Pfeiffer, WWW: www.artkeramik-pfeiffer.de
Mechtildis Köder, EMail: info@mechtildis-koeder.de
2018 hat eine Gruppe KünstlerInnen und Künstler (Liste siehe unten) rund um Bramsche unter dem Namen „Anderswelten“ auf dem Außengelände von Kloster Malgarten (Bramsche) eine Vielzahl von Kunstobjekten gezeigt. 2023 gab es eine zweite Ausstellung, 2025 dann eine dritte, dieses Mal mit dem Untertitel: Die Kunst der Leichtigkeit. Jeweils mit großer Resonanz.
In diesem Jahr 2026 hat die Gruppe, in der Zusammensetzung kaum verändert, das heimische Umfeld verlassen und bereichert bis Ende September den Botanischen Garten Osnabrück unter dem Motto: Wenn Kunst Natur trifft!
Viel Freude und Genießen beim Rundgang in dieser wunderbaren Natur!
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Foto: Thomas Remme
Fundstücke aus dem Meer umrahmen eine Maske und verbinden natürliche Spuren von Zeit, Bewegung und Vergänglichkeit mit dem menschlichen Sein.
Muscheln, geschliffenes Glas und andere vom Wasser geformte Objekte geben den Masken einen Rahmen. Sie schützen, heben hervor und hinterfragen.
Welche Geschichten trägt das Meer an seine Küsten?
Die Schätze des Meeres. Nicht Gold und Silber, nein, zerbrechlich, verwittert, bunt und einzigartig.
Jeder angespülte Gegenstand war einmal Teil von etwas: einem Schiff, einem Haus, einem Leben.
Das Meer schleift das Alte ab und gibt ihm eine neue Bedeutung. Wer hat nicht selbst schon mal einen „Meeresschatz“ gefunden und ihm sogar einen neuen, besonderen Platz gegeben?

Foto: Thomas Remme
Einst waren wir Kinder und hatten kein Problem damit, uns eine Krone aufzusetzen und uns majestätisch, würdevoll und großartig zu fühlen. Als Erwachsene haben wir dies oft vergessen.
Begegnen wir dem Kind in uns neu:
Wir sind immer noch, was wir waren: Königskinder, wertvoll und Teil der Schöpfung.
Wer seine Krone und seine Würde zeigt, gibt sein Bestes, übernimmt Verantwortung für sich, für andere und die Bewahrung der Schöpfung und den Schutz der Natur.
In einem Garten voller Schönheit und Stille kann man diese Verbindung vielleicht besser fühlen.

Foto: Thomas Remme
Die Metallskulpturen wurden aus Schrott hergestellt. Achtlos weggeworfene Teile erhielten durch künstlerisches Up-cycling und Zusammenschweißen eine neue Form und Bedeutung, eine neue Wertigkeit.
Die einzelnen Figuren sind dem Thema des Tanzes zugeordnet. Sie stehen für sich allein, frei und bilden doch eine Gemeinschaft, die sich zu einer Einheit, einem Tanz verabredet zu haben scheint.
Fühl dich eingeladen, die Schwere des Alltäglichen gedanklich einen Moment aufzuheben und deiner Sehnsucht nach Leichtigkeit, nach Freiheit und Lebensfreude nachzuspüren.

Foto: Thomas Remme
Noch staunen können
sich begeistern
sich trauen
fremde Türen öffnen
neue Räume betreten
auch in uns
den Tag genießen
den Augenblick feiern
den Himmel berühren
in sich selbst ruhen, lächeln
einander begegnen
für sich sein
Frieden finden, in uns und um uns herum
lieben und geliebt werden
Die Zeilen, die ich für dieses Objekt gewählt habe, passen eigentlich für die gesamte Ausstellung. So dürfen die Besucher des Botanischen Gartens sich in das Abenteuer “WENN KUNST NATUR TRIFFT” begeben. Dürfen staunend neue Räume betreten. Dürfen eins mit der Natur werden und auf Entdeckungsreise gehen.
Nils Holgersson: Eins mit der Natur….
Nils Holgersson ist ein kleiner Held meiner Kindheit, der mich viele Jahre begleitet hat.
Die Skulptur soll für Freiheit, Abenteuerlust und harmonischer Verbindung von Kunst und Natur stehen.
Als vor Jahren genveränderte Nutzpflanzen auf den Markt drängten, war die Besorgnis und der Widerstand groß. In der Zwischenzeit wird diese Thematik in der breiten Öffentlichkeit kaum mehr diskutiert. Die Möglichkeit der Gentechnik werden jedoch immer größer und haben zunehmend auch Einfluss auf das menschliche Erbgut.
CRISPR/Cas (Genschere) Fluch und Segen zugleich Wir verlassen uns auf Ethikräte und Kommissionen, die Grenzen der Nutzung unter ethische Gesichtspunkten festzulegen.
Müsste sich die breite Öffentlichkeit nicht stärker daran beteiligen?
Wir diskutieren öffentlich über die Regeln für Schwangerschaftsabbrüche, über zulässige Möglichkeiten bei assistierten Selbsttötung, aber bei Eingriffen in die menschliche Fortpflanzung verlassen wir uns auf gesichtslose Kommissionen.
Wie gehen wir damit um, wenn in anderen Teilen der Welt oder sogar in einem Nachbarland substanziell andere Regeln gelten.

Foto: Thomas Remme
Wir befinden uns heute im größten Artensterben seit dem Ende der Dinosaurierzeit vor 65 Millionen Jahren. Ein Viertel der Säugetierarten, jede achte Vogelart, jede fünfte Reptilienart, etwa 40 Prozent der Haie und Rochen und Amphibienarten sind bedroht.
Eine Art stirbt nicht isoliert für sich aus, sondern zieht andere Arten mit sich – eine (Nahrungs-) Kettenreaktion.
Bsp.: Klimawandel
Vegetations- und Blühzeiten verschieben sich. So wird es für weit fliegende und spezialisierte Insekten und Schmetterlinge schwerer an genügend Nahrung zu kommen. Da sie auf bestimmte Zeiten „geeicht“ sind, kommen sie evtl. zu spät oder zu früh. Wenn Bäume und Sträucher früher blühen, sind Wildbienen ggf noch gar nicht geschlüpft. Weniger Bestäubung = weniger Ernte.
Die Klimaerwärmung macht den Nektar mancher Pflanzen zucker-ärmer, sodass z.B. Großfalter, die in Mexiko überwintern, sich im Sommer in Europa kaum genügend „Winterspeck“ zulegen können, um den weiten Flug zu überstehen.
Bsp.: Intensive Landwirtschaft:
Pestizide und künstliche Dünger vertreiben Ackerwildkräuter – viele Wildinsekten, wie Wildbienen, Schmetterlinge, Zikaden, Wanzen, verlieren ihre Nahrungsquelle, wodurch sich die Population verringert – bei Feldvögeln wie Lerche und Rebhuhn setzt sich die Kettenreaktion fort.
Dass Arten aussterben, ist ein natürlicher Prozess, der jedoch heute unter dem Einfluss des Menschen beträchtlich beschleunigt ist. Wir sägen an dem Ast, auf dem wir sitzen. Nahrung, Medizin, Rohstoffe, sauberes Wasser und saubere Luft sind nur einige der wichtigen Dinge, die die Natur uns zur Verfügung stellt. Es ist längst Zeit, zu handeln.

Foto: Thomas Remme
Kunst kann neue Formen schaffen und widersprüchlich sein.
Verfilzte Bälle aus Seegras an der Küste Spaniens gefunden. Angespült.
Touristen sammeln sie für Deko aus einem unmittelbaren Impuls heraus, etwas mit diesen Teilen zu machen, sich am Material zu erfreuen, die Schöpferkraft der Natur zu bewundern. Wie Wind und Wellen aus abgestorbenem Seegras diese runden Kugeln zu formen im Stande sind!
Der Haken? In diesem total verdichteten Seegras befindet sich jede Menge Plastik, Mikroplastik.
Diese Seegrasbälle sammeln Plastik und Mikroplastik ein, transportieren es zum Strand.
Die Natur sammelt unseren Müll ein …. seltsamer Gedanke…..

Foto: Thomas Remme
Als ich Ende 2025 nach einem Arztbesuch meine Winterjacke von der Praxisgarderobe nehmen wollte, hatte ich Schwierigkeiten meine dunkelblaue Jacke unter 20 weiteren dunkelblauen Winterjacken wiederzufinden. Woher stammt unser Hang zur Uniformität, unsere Präferenz für düstere Blau-, Grau- und Schwarztöne und das ausgerechnet im Winter?
Wir wissen um die positive Wirkung von Farben, wir erfreuen uns an bunten Blumen und dennoch!
Farben im Tierreich dienen primär der Warnung vor Giftigkeit (auffällige Signalfarben), der Partnersuche (buntes Gefieder) und dem Überleben durch Tarnung.
Vor wem oder was müssen oder wollen wir uns tarnen? Wollen wir in der Masse untergehen?
Es lebe die Vielfalt!

Foto: Thomas Remme
Die Schildkröte ist ein faszinierendes Symbol und zugleich ein reales Tier, das viel über das Verhältnis Mensch und Natur erzählt.
Schildkröten gehören zu den ältesten Tiergruppen der Erde. Sie stehen für Stabilität, Langsamkeit und Ausdauer – Eigenschaften, die in natürlichen Ökosystemen oft entscheidend sind.
Die Schildkröte erinnert daran, daß Fortschritt nicht immer Geschwindigkeit bedeutet, sondern Balance und Respekt vor der Umwelt.

Foto: Thomas Remme
Mit einem Flügelschlag
Befreit zu sein…
Im Gegensatz zum Korbflechten, bei dem man die Weide in eine bestimmte Form zwingt, wird hier die Weide, relativ freilassend, in ihre Form gebracht.
Der Vogel, ein Symbol für Freiheit und Leichtigkeit, ist gleichzeitig eingebunden in die Natur der Tier- und Pflanzenwelt. Eine symbiotische Verbindung…

Foto: Thomas Remme
Anders als gewohnt: AN_HALTEN in der Natur, nicht vorbeilaufen, nicht hetzen.
Sich hinsetzen, Platz nehmen! „Platznehmen“ bedeutet auch ein Teil der Natur werden. Den Boden, die Erde spüren, die Pflanzen, die Blüten … aber auch die großen Bäume wahrnehmen.
Eintauchen.
Die Gedanken fließen mit dem Wasser, ziehen mit den Wolken von dannen oder bekommen eine neue Richtung?
Staunend das Wachsen und das Sein der Natur erspüren.
Anhalten, Durchatmen und Krafttanken.

Foto: Thomas Remme
Hineinfließen in die Formen die sich stellen,
in Anlehnung an die Natur…
Es gibt in der Natur selten gerade oder eckige Formen. So habe ich versucht die Weide in fließende Formen zu flechten. Wobei ich mich im Verlauf der Arbeit von den Weidenruten leiten ließ, ohne sie in eine endgültige Form zu zwingen.
Sich hineinfühlen in den Fluss der Formen, der Natur.
… es geschehen lassen.

Foto: Thomas Remme
Bei der Suche und Bergung der seltenen Erden wird vergiftetes Wasser zurückgelassen.
Gold schleicht sich auf leisen Füßen davon! Im Gegensatz dazu zeigen sich Fußabdrücke von spielenden, entdeckungsfreudigen Kindern, die der Bach und das Gras unbeschadet in sich aufnehmen.
Können wir auf die in technischen Geräten verwendeten Edelmetalle verzichten? Oder gibt es umweltschonendere Abbaumethoden? Wie kann auch sichergestellt werden, dass die Bevölkerung (Einwohner) der betroffenen Regionen und Abbaugebiete selbst von dem Reichtum profitieren, also teilhaben? Die Ausbeutung der Natur ist auch eine Ausbeutung der Menschen vor Ort…
Wie kann ein Umgang mit der Natur, mit den natürlichen Ressourcen, aller Länder aussehen, dass es den Kindern der zukünftigen Generationen noch Zukunft und Lebensraum ermöglicht?
Zur Installation gehört auch ein Paar ‚Männerschuhe‘, welches etwas abseits an einem Stein positioniert ist.

Foto: Thomas Remme
Tritt gerne ein – spüre den Boden unter deinen Füßen, die Wurzeln, die in die Erde sich strecken, und spüre die Äste über dir, die sich in den Himmel recken. Spüre dich als Stamm, deine Haut als Rinde: ICH BIN BAUM
Was wäre, wenn die Natur mein Zuhause wäre?
Was wäre, wenn Baumrinde meine Haut wäre?
Was wäre, wenn Moos meine Füße sanft berühren würde?
Was wäre, wenn ich Wurzeln hätte bis tief in Mutter Erde hinein?
Was wäre, wenn meine Zweige und Blätter sich der Sonne zuwenden würden?
Was wäre, wenn ich immer wüsste, dass Mutter Erde mich nährt?
Was wäre, wenn ich alles was ich brauche aus Mutter Erde und aus dem Licht empfangen würde?
Was wäre, wenn ich ein Baum wäre?
Wie würde ich durch die Welt gehen?
Was würde ich wahrnehmen?
Was würde ich sehen?
Was würde ich hören?
Wie würde ich kommunizieren?
Wie und was würde ich der Welt beitragen?
Das Objekt lädt ein in tiefe Verbindung zu gehen mit der Natur / Baum.
Wenn wir uns alle Bäume als lebendige Wesen vorstellen und spüren, so lebendig wie wir, können wir sie dann noch fällen aus purer Gier / Übermut – Regenwald. Mehr als wir zum gesunden Leben brauchen? Natur stellt sich uns zur Verfügung … Verantwortung … geben und nehmen

Foto: Thomas Remme
MENSCH und NATUR, sie verhalten sich im Zusammenspiel: Mal respektvoll auf Augenhöhe – mal dämonisch. Das Dämonische wartet oder lauert im Hintergrund, etwas abseits in der Installation.
Es beobachtet die Harmonie der beiden Protagonisten, die weißen Stelen, ganz genau… Neben der menschlichen ausbeuterischen Haltung zur Natur (z.B. Waldrodung im Regenwald oder Rodungalter Wälder für die Möbelherstellung…) gibt es durch den Klimawandel immer öfter ‚dämonische‘ Wetterphänomene, die auch den geschaffenen Lebensraum der Menschen bedrohen.
Die Welt von 2150 ist keine reine Zukunftsfrage – sie hängt stark von Entscheidungen ab, die heute getroffen werden.
Unabhängig vom Szenario wird sich das Verhältnis wahrscheinlich grundlegend ändern.
Im Jahr 2150 wachsen Kinder in einer Welt auf, die sich nicht mehr gegen die Natur stellt, sondern mit ihr atmet. Kinder lernen nicht nur über die Natur – sie lernen mit ihr.
Schulen, wie wir sie kannten, gibt es kaum noch.
Lernen geschieht überall: in Wäldern, an Flussufern, in offenen Werkstätten. Technologie unterstützt, ohne zu dominieren.
Spiel ist nicht getrennt vom Lernen. Es versteht früh die Zusammenhänge des Lebens. Ein Kind weiß, wenn es der Natur schadet, schadet es sich selbst.
So entsteht eine neue Sprache zwischen Mensch und Natur.
Die Kinder entwickeln eine stille Stärke – eine Mischung aus Wissen, Empathie und Anpassungsfähigkeit. Die größte Veränderung liegt vielleicht im Menschenbild.
Und vielleicht ist genau das die eigentliche Utopie der Wirklichkeit im Jahr 2150.
Nicht eine perfekte Welt – sondern eine, in der Kinder und Erwachsene gemeinsam lernen, Teil des Ganzen zu sein.

Foto: Thomas Remme
Wie Zwerge im Zauberland schafft die Natur, mit bloßem Auge unsichtbar, untereinander ihr Tagwerk. Die Zwerge in der Ausstellung haben eine gewisse Ähnlichkeit mit Pilzen. Die Wirkung von Pilzen mit ihrem gesamten Netzwerk und ihrem Wirken oberirdisch oder unterirdisch, sind in der Natur phänomenal und überlebenswichtig für die Pflanzenwelt. Insbesondere auch für das Zusammenwirken der Bäume/Pflanzen. Neben dem Wurzelgeflecht, bzw. Pilzgeflecht im Boden
kommt den ätherischen Ausdünstungen der Bäume eine große Bedeutung zu. So warnen sie sich z.B. durch Düfte gegenseitig vor Fressfeinden.
Da geht es in der Natur zu wie in einem Zauber- oder Märchenwald! Phantastisch!

Foto: Thomas Remme
Ein Think Tank Mensch und Natur:
Wie könnte ein zukunftsfähiges Miteinander aussehen?
Der Rat der Weisen, bestehend aus altem Holz, welches schon viele Aufgaben in seinem Dasein erfüllt hat: als Baum, als Fachwerk in einem alten Bauernhaus, nun als Kunstobjekt. Dieser Rat der erfahrungsreichen ‚alten‘ Hölzer haben in ihrem Dasein bereits vieles erlebt und könnten dadurch auch so einiges dazu beitragen, damit es ein gutes Miteinander ‚Mensch – Natur‘ zukünftig geben wird. Ein weiser Umgang mit der Natur unterscheidet sich von einem kommerziellen. Oder?

Foto: Thomas Remme
Ist die Poesie der Natur, des Wachstums und des Lebens.
Aus starrem Stein sind fließende Formen modelliert und harte Kanten fehlen. Inspiriert von natürlichen Vorbildern, erinnern sie an wachsende Pflanzen?
Ist der Stein durch seine poröse Struktur doch voller kleiner Hohlräume, wird hier gleichzeitig Verletzlichkeit offenbar.
Natur zu erhalten und zu schützen heißt, unsere Lebensgrundlage zu bewahren.
Ein Spiegelbild (das Eigene?) ergänzt das Gesamtbild der Skulpturen und erzeugt eine scheinbare Tiefe. Der Spiegel verdoppelt die Objekte, die sich je nach Blickwinkel des Betrachtenden verändern.

Foto: Thomas Remme
Wilde unregelmäßige Wuchsformen von Wurzeln verwandeln sich in einzigartige Skulpturen. Da keine zwei Wurzeln gleich wachsen, ist jedes aus der Natur gefertigte Werk ein absolutes Unikat.
Wurzeln geben Halt. Sie sind eine verborgene Kraft im Dunkeln mit vielen verborgenen Geschichten.
Streben sie nach oben, verbinden sie Natur und Magie.
Der eigenen Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Wie viele fantastische Wesen können entstehen?

Foto: Thomas Remme
Warum erst jetzt?
Nach der Zusage des Botanischen Gartens uns eine Kunstausstellung dort zu ermöglichen, habe ich im Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis darüber berichtet.
Immer die gleiche Reaktion!
“Das ist doch ein wunderschöner Ort. Aber ich war schon sehr lange nicht mehr dort.
Muss dringend ‘mal wieder hin.”
Warum erst jetzt?

Foto: Thomas Remme
Die Skulptur verkörpert die Idee einer stillen Hüterin der Natur.
Durch ihre Platzierung am Baumstamm wird sie Teil des lebendigen Umfelds und erscheint wie eine Gestalt, die aus der Landschaft selbst hervorgegangen ist.
Die Arbeit thematisiert Schutz, Verbundenheit und die Verantwortung des Menschen gegenüber seiner natürlichen Umgebung.

Foto: Thomas Remme
Sichtweisen… so unterschiedlich, sie auch sein können.
Träumen – von einem friedvollen, menschlichen Miteinander.
Staunen – dass es noch Wege abseits von Gleichgültigkeit, Überheblichkeit und Egoismus gibt.
Genießen – wenn Menschen sich zusammenfinden, etwas zu ändern.
Flaggeninstallation – Mensch und Natur sind eng verbunden. Die Natur ist ein Geschenk des Lebens, dessen Vielfalt wir uns nicht oft bewusst machen. Die Flaggeninstallation ist ein Ausdruck, der Natur ein „Namaste“ (Verbeugung) zuzuschreiben.
Angelehnt an tibetische Gebetsflaggen sind gehaltvolle Gruß- und Dankesworte auf Baumwollflaggen geschrieben. Diese fransen aus und tragen durch den Wind ihre Botschaft weiter.
Verbunden damit ist der Wunsch, dass die Energie der Worte auf fruchtbaren Boden fallen möge, wie ein Segen. Die Natur darf uns „beim Wort nehmen“.

Foto: Thomas Remme
Das Universum ist nicht nur der Raum, in dem wir existieren – es ist der Ursprung unserer materiellen und biologischen Existenz.
Natur ist die unmittelbare Form dieses kosmischen Zusammenhangs auf der Erde, und der Mensch ist ein bewusster Teil davon.
Wir haben durch Bewusstsein und Kultur eine besondere Rolle: Wir können das Universum reflektieren und verstehen.
Gerade weil wir verstehen, wie eng wir mit der Natur verbunden sind, ergibt sich eine Verantwortung.

Foto: Thomas Remme
Die Gruppe aktiver Gartenhelfer soll eine Gemeinschaft, Achtsamkeit und die Freude an einfachen Dingen ausstrahlen.
Das gemeinsame Arbeiten, Pflegen, Ernten und dabei etwas viel Wertvolleres wachsen lassen als Gemüse oder Blumen: Zufriedenheit.
Verwachsen
erzählt von Wurzeln,
die tiefer reichen als sichtbar ist
und von einer Harmonie,
die entsteht,
wenn Kunst und Natur eins werden.

Gänse sind ausgesprochen klug und äußerst soziale Wesen. Sie sind gute Lehrmeister.
Schaut man ihnen mit Ruhe und Geduld zu, verraten sie einige wichtige Botschaften.
In dieser Collage werden Begriffe aus dem Yoga verwendet, die eine beispielhafte Haltung gegenüber sich selbst und der Natur beinhalten.Mehr denn je sind aufmerksame Haltung, Positionierung und sichtbares Engagement gefragt – politisch, gesellschaftlich und in Achtsamkeit und Respekt gegenüber der Natur.
Die Gans zeigt uns in der Collage einige Anregungen: Innehalten von Zeit zu Zeit, aufmerksam und beweglich bleiben, wachsam sein, Selbst- und Fremdfürsorge betreiben und dem Leben dankbar gegenüberstehen. Das ist „gans“ schön viel.

Foto: Thomas Remme
Eine sehr einfache kleine Form des Kretischen Labyrinths – ein Taster sozusagen.
Geh den Weg hinein, um die Mitte und wieder hinaus – ohne Abkürzung. Was denkst du? Was fühlst du dabei?
„Das Leben ist ein beständiges Gehen im Labyrinth“ (G. Candolini).
Der Weg hinein: Weg zum Ziel mit Umwegen und Hindernissen / etwas erreichen.
Mitte: am Ziel ankommen, ein wenig verweilen und genießen, Freude, Stolz.
Der Weg hinaus: Die Erfahrungen auf dem Weg hinein (zum Ziel) ins Leben, integrieren, bedenken, ihnen nachspüren und sie ins alltägliche Leben einweben.

Foto: Thomas Remme
Die Natur ist voller Überraschungen, Harmonie, Formenvielfalt und großartiger Details, die entdeckt werden wollen.
Auf dem Weg durch den botanischen Garten entdecken Sie Fotocollagen, die fotografische Spiegelbilder von Naturmakroaufnahmen darstellen. Bei genauer Betrachtung sieht mancher Mensch Fabelwesen. Die Fotos tragen bewusst keine vorgegebenen Titel, lassen Sie sich ein auf eigene Eindrücke und Sichtweisen.
Gratulation zum Jubiläum des Freundeskreis … 40 Jahre durchhalten mit ehrenamtlichem Engagement…
Anderswelten ist eine Gruppe von Künstler:innen rund um Bramsche, die sich zum ersten Mal 2018 zusammengefunden hat für ein Kunstprojekt auf dem Außengelände von Kloster Malgarten, Bramsche. In 2023 gab es eine zweite Runde, 2025 eine dritte, immer in Malgarten, und in 2026 breitet sich die Gruppe mit ihren Kunstobjekten im Botanischen Garten Osnabrück aus.
Die Zusammensetzung der Gruppe ist fast unverändert geblieben:
Danke für die Einladung und die vielfältige Unterstützung bei der Anderswelten-Ausstellung.
Freundeskreis: finanziert das Projekt, das es sonst nicht gäbe.
Botanischer Garten … Frau Bouillon, Herr Feldkötter: in allen Belangen, von organisatorisch bis ganz praktisch. Wir spürten und spüren eine große Offenheit und ein Interesse daran, jedem Objekt einen passenden Platz zu geben, und die Belange der Kunstschaffenden, der BesucherInnen und des BoGa gleichermaßen zu berücksichtigen. Danke für die gute und fruchtbare Zusammenarbeit.
Ein Treffen ist Begegnung … gemeinsames Anliegen … es entsteht eine Art Gemeinschaft und eine Verbindung, auch bei kontroversen Themen…
Für dieses Treffen von Kunst und Natur haben sich 7 Künstler:innen auf unterschiedliche Weise mit unterschiedlichen künstlerischen Techniken dem Thema Kunst und Natur angenähert, mit einem liebevollen oder kritischen Blick, mit Phantasie, vielleicht auch mit spinnigen Ideen, immer aber mit dem Herzen und mit den Händen.
Karl Valentin, der Komiker hat einmal gesagt:
Kunst ist schön, macht aber auch viel Arbeit.
Recht hat er. Können wohl alle bestätigen
Natur ist Schöpfung … Schöpfungsgeschichte der Bibel … Schöpfungsmythen verschiedener Kulturen … Bilder / Erklärungen wie die Welt entstanden sein könnte. Wir wissen es nicht …
Kunst ist Schöpfung … KünstlerInnen wissen auch nicht (so genau) wie ihre Werke entstanden sind. Natürlich der Prozess des Machens … klar… doch die Idee genau zu diesem Zeitpunkt, die vielfältigen Anregungen, die sich genau dann zu einem inneren Bild zusammenfügen, das dann für die Welt sichtbar gemacht werden will …
Die Natur … Ideenlieferant mit ihren großartigen Formen, einer üppigen Farbenvielfalt. Zu allen Zeiten hat Natur die Kunst beeinflusst und befruchtet.
Kunst ohne Natur? Mensch ohne Natur – nicht denkbar.
Wir brauchen die Natur… brauchen wir auch die Kunst?
Was möchte Kunst? Was kann Kunst denn?
Kunst kann Vieles… und damit es nicht theoretisch bleibt, nehme ich Sie mit zu ein paar Objekten dieser Ausstellung.
Kunst kann…
aufmerksam machen
Farben im Tierreich dienen primär dem Überleben durch Tarnung (Anpassung an die Umgebung), Warnung vor Giftigkeit (auffällige Signalfarben) oder der Partnersuche (buntes Prachtgefieder).
Männer alle in Grau, dunklen gedeckten Farben, Geschäftswelt auf jeden Fall. Erinnerung an Joschka Fischer, der erste Grüne Minister in Hessen, der 1985 in Turnschuhen zur Vereidigung kam. Skandal.
„Wie langweilig“ (Gerd Bendfeld) – dagegen die Farbenpracht der Natur.
Was machen Farben mit uns? Mit der Stimmung? Schwarz gilt in unserer Kultur als Farbe der Trauer.
Frauen kleiden sich viel farbenfroher. Sind sie dadurch besser drauf? Oder umgekehrt?
Im Alltag achten auf Farben…Kleidungswahl am Morgen… Spaziergang
Kunst kann weiter…
Mahnen, den Finger in eine Wunde legen
Bei der Suche und Bergung von seltenen Erden wird vergiftetes Wasser zurückgelassen (Säuren, Schwermetalle, radioaktiv…),.
Seltene Erden in technischen Geräten wie Computern, Bildschirmen und Digitalkameras, sowie in “grünen Technologien ” wie Windkraftanlagen, Elektroautos und Energiesparlampen.
Gold schleicht sich wie mit schlechtem Gewissen auf leisen Füßen davon! Im Gegensatz dazu nehmen Gras und Bach die Fußabdrücke von spielenden, entdeckungsfreudigen Kindern auf als wären sie Teil der Natur.
Abbau von Edelmetallen, seltenen Erden … ein Missbrauch der Natur und ihrer Schätze? Gier…
Kinderfüße: Hoffnung, neues Leben, Wertschätzung, Freude, Zukunft
ein Kind, das über die blühende Wiese läuft, fröhlich, leichtfüßig
Welche Welt wollen wir unsern Kindern und Enkeln hinterlassen? Besser: „übergeben“ macht es deutlicher.
Und Kunst kann auch…
neue Formen schaffen, widersprüchlich sein
Materialc… verfilzte Bälle aus Seegras an der Küste in Spanien gefunden. Angespült.
Touristen sammeln, machen damit Deko an Wohnmobilen etc. aus einem unmittelbaren Impuls heraus, etwas mit diesen Teilen zu machen, sich am Material zu erfreuen, die Schöpferkraft der Natur zu bewundern, aus abgestorbenen Seegras diese runden Kugeln zu formen…
Der Haken? In diesem total verdichteten Seegras befindet sich jede Menge Plastik, Mikroplastik…
Diese Seegrasbälle sammeln Plastik und Mikroplastik ein, transportieren es zum Strand …
Die Natur sammelt unsern Müll ein … seltsamer Gedanke …
Kunst kann weiter …
ein Zeichen setzen, aufzeigen
Braune Weide funktionierte nicht, d.h. wollte sich nicht in die beabsichtigte Form bringen / biegen lassen. Gefärbte Weide erwies sich als gefügiger. A. ist deutlich geworden, wie sehr die Weide in Form gezwungen wird beim Flechten. Im Arbeiten hat sie dann der Weide immer mehr nachgegeben, sich ihrer Richtung und ihrem Zug gefügt…
Wie sehr zwingen wir Natur in eine Form? Spalierobst, Säulenobstbäume, auch ein Weidenhaus, so natürlich es aussieht und so schön es ist, und Angelika ist Expertin, kann nur entstehen dadurch, dass die Weide in die Bogenform gezwungen wird.
Aufzeigen die Gewalt, die der Mensch der Natur antut und
ein Zeichen setzen dadurch, dass die Weide die Form des Vogels vorgeben darf – Freiheit
Wie würde die Welt aussehen, wenn wir mehr mit der Natur gehen würden? Sie nicht so zwingen und gegen sie arbeiten / leben würden?
Weiter kann Kunst…
einladen, sich zu verbinden
Tritt gerne ein – spüre den Boden unter deinen Füßen, die Wurzeln, die in die Erde sich strecken, und spüre die Äste über dir, die sich in den Himmel recken. Spüre dich als Stamm, deine Haut als Rinde. – ICH BIN BAUM
… in tiefe Verbindung zu gehen mit der Natur / Baum
Wenn wir uns alle Bäume als lebendige Wesen vorstellen und spüren, so lebendig wie wir, können wir sie dann noch fällen aus purer Gier / Übermut – Regenwald. Mehr als wir zum gesunden Leben brauchen? Natur stellt sich uns zur Verfügung … Verantwortung … geben und nehmen
Ja, und Kunst kann…
erinnern, rück-verbinden
Eine der ältesten Tiergruppen der Welt, vor 220 Mill. Jahren aufgetaucht, lebt auf allen Kontinenten, überall außer in Polargebieten und in Hochgebirgen, im Wasser und an Land.
Älteste Schildkröte ca 190 Jahre alt, erinnert an Verbundenheit aller Dinge über Zeiten hinweg. Ca 200 Jahre – ca. 7 Generationen. Bei den Irokesen gibt es die Idee: Bedenke bei allen Handlungen die Auswirkungen dieser bis in die siebte Generation nach dir.
Also 7 Generationen zurück und nach vorne – was für eine Zeitspanne…sich erinnern …sich rück-verbinden … sich einordnen …
Faszinierendes Symbol: Langsamkeit und Geduld, Stabilität und Resilienz, Ausdauer und Anpassungsfähigkeit– wichtige Eigenschaften in Ökosystemen
Fortschritt ist nicht vor allem Geschwindigkeit, sondern erfordert Respekt, Ausdauer, Anpassungsfähigkeit – Eigenschaften, die Schildkröten ein so langes Überleben ermöglichen.
Und dann kann Kunst…
zu einer Pause einladen, verwurzeln
Steck deine Hände in die Erde, die Füße barfuß im nassen Gras…spüre das eigenen Natur-sein, earthing als therapeutische Methode / Bewegung, Wald baden – tief verwurzeln und erden … heilsamer Aspekt der Natur: Halt, Stabilität, teil von etwas sein …
„Gartenhelfer säen Zufriedenheit“: nicht einfach Salat oder Blumen, sondern tiefe erfüllende und erfüllte Zufriedenheit
Kunst kann auch…
nachdenklich machen, auffordern
Mensch als Krone der Schöpfung / Natur… in christlicher Tradition
Was bedeutet das? Krone ist Auszeichnung, Besonderheit, nicht nur in Form von Rechten und Privilegien, sondern auch als besondere Verantwortung, Achtsamkeit, Respekt, Würde.
Wie verhält sich der Mensch? Diese Krone der Schöpfung… ist Teil dieser Schöpfung / Natur, nicht Herr über die Natur.
Zeig deine Krone – deine Verantwortung / zeig / gib dein Bestes
Ich möchte diesen kurzen Gang zu ausgewählten Objekten beenden mit dem Aspekt der Schönheit in der Natur, der in der Kunst vielfältigst genutzt wird:
… zeugen von Achtsamkeit, genauem Hinsehen und Phantasie
Entdecke Fotocollagen am Weg. Was siehst du?
Ach, und Kunst kann noch so viel mehr: so richtig provozieren, sie kann Komplexes verdichten, ermutigen, auch mal entmutigen, inspirieren …
Das ist die eine Seite der Kunst, die des Schöpfens / Erschaffens. Doch es braucht ebenso die andere, die des Betrachtens. Denn nur im Dialog, in der Resonanz entfaltet das Kunstobjekt seine Schönheit im weitesten Sinn, wird seiner Aufgabe gerecht.
Das ist dann Ihr Part. Da sind Sie dann dran.
Zunächst nochmals Kunst in Form von Tönen und zum Hören.
….
Und jetzt laden wir Sie herzlich ein zum Gang durch den Botanischen Garten, in dem es Vieles zu entdecken gibt. Vielleicht spricht das eine oder andere Sie besonders an, vielleicht berührt es Sie. Kunst spricht eine eigene Sprache und mit jedem und jeder anders… Wir freuen uns, wenn wir Sie – wozu auch immer – inspirieren können durch die Kunst, durch das Treffen von Kunst und Natur. Und wir freuen uns auch, wenn wir darüber ins Gespräch kommen.
… freuen uns auch über Rückmeldungen …Flyer Mailadresse und Tel.Nr.
Wir danken für Ihre Aufmerksamkeit und Ihr Interesse.
Mechtildis Köder | 31.05.2016


